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Museen der Stadt Aschaffenburg

Die Museen der Stadt Aschaffenburg bestehen heute aus vier Häusern: Das Stiftsmuseum, das städtische Schlossmuseum, Das Gentilhaus und das Naturwissenschaftliche Museum. Die Sammlung der städtischen Altertümer wurde 1854 gegründet. Aber einige Objekte im Museum gehen schon auf Sammlungen von Mitgliedern des Stiftes St. Peter und Alexander aus der Zeit um 1770 zurück. Das Naturwissenschaftliche Museum beinhaltet Sammlungen der ehemaligen Forstakademie und bedeutende Privatsammlungen aus dem 19. Jahrhundert. Damit kann das Museum auf eine lange Tradition zurückblicken. Das Mutterhaus der städtischen Museen, das Stiftsmuseum im ehemaligen Kapitelhaus, wurde 1994 nach jahrelangen Umbau- und Restaurierungsarbeiten wieder eröffnet. Die Museen der Stadt organisieren Sonderausstellungen, Events und zahlreiche Aktivitäten, vor allem für Kinder.

http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/start/museen.php  

 

STIFTSMUSEUM

Stiftsplatz 1a, Aschaffenburg, 63739, Deutschland

Tel.: +49 / (0)6021 / 330 - 463

Fax: +49 / (0)6021 / 38674 - 30

http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_01.php

email: Stadt-AB.Museum@t-online.de

Öffnungszeiten:

Mi-Mo 10.00-13.00 & 14.00-17.00

Das mittelalterliche Kapitelhaus des Stiftes St. Peter und Alexander beherbergt heute die städtischen Sammlungen zur Archäologie, mittelalterlichen und religiösen Kunst.

Das Stiftsmuseum ist das älteste der vier städtischen Museen Aschaffenburgs. Das Gebäude spielte eine wichtige Rolle in Aschaffenburgs Geschichte, als Kapitelhaus des Stiftes St. Peter und Alexander, gegründet um 950 n.Chr. Das Stift war bis zu seiner Säkularisierung 1803 ein bestimmender Faktor in der Entwicklung Aschaffenburgs. 1861 wurde es zum "Mutterhaus" der städtischen Museen. Nach ausführlichen Umbau- und Restaurierungsarbeiten seit 1986 wurde das Museum 1994 wieder eröffnet. Heute finden sich hier die archäologischen Funde vom Bayerischen Untermain, von der Zeit des Neandertalers bis in die Neuzeit. Besonders prächtig sind die Funde aus dem Frühmittelalter, der Merowingerzeit. Obwohl Aschaffenburg gerade außerhalb des Römischen Reiches lag, der Main war gleichzeitig der Limes, sind doch die meisten Römerfunde der Region aus historischen Gründen hier ausgestellt. Archäologische Funde wie Kunstgegenstände von höchstem Wert sind mit dem Stift St. Peter und Alexander verbunden. Am Gebäude selbst sind während des Rundgangs baugeschichtliche Spuren von der Romanik bis zum Barock sichtbar. Skulpturen aus dem Mittelalter und der Renaissance, etwa zwei romanische Kruzifixe oder eine Weihnachtsszene von Tilman Riemenschneider, gehören zu den Höhepunkten der Kunstsammlung. In der Schatzkammer ist das älteste Schachbrett Deutschlands zu bewundern, ein kostbares Kunstwerk aus Jaspis, Bergkristall, gemodelten, bemalten und vergoldeten Tonfiguren und emailliertem und vergoldetem Silberblech. Die Sammlung wird durch religiöse Kunst, vor allem aus benachbarten Klöstern, sowie altdeutsche Tafelmalerei abgerundet. Hier finden sich Malereien der Cranach-Werkstatt und seiner Nachfolger. Seit 1996 ist hier auch die "Aschaffenburger Tafel" ausgestellt, eine Malerei aus der Zeit um 1250, die Christus als Weltenrichter zeigt, begleitet von Maria, Johannes dem Täufer, St. Peter und St. Alexander. Die Malerei wurde für den Hochaltar der benachbarten Stiftskirche geschaffen, und 1621 im Kapitelhaus als Bodenbrett verlegt. Während der Restaurierungsarbeiten 1986 wurde es hier gefunden. Die Konservierung der Tafel dauerte 10 Jahre, aber nun ist sie eines der Glanzstücke des Museums.


SCHLOSSMUSEUM

Schlossplatz 4, Aschaffenburg, 63739, Deutschland

Tel.: +49 / (0)6021 / 38674 - 0

Fax: +49 / (0)6021 / 38674 - 30

http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_02.php

email: Stadt-AB.Museum@t-online.de

Öffnungszeiten:

01.04-30.09: Di-So 09.00-18.00

01.10-31.03: Di-So 10.00-16.00

Das Schloss Johannisburg diente den Erzbischöfen von Mainz, die auch Kurfürsten und Erzkanzler des Reiches waren, als Zweitresidenz. Die große, mittelalterliche Burg wurde im Markgräfler Krieg 1552 stark beschädigt. Unter Erzbischof Johann Schweikart von Kronberg wurde die Anlage von 1605-1614 von Grund auf neu erbaut, nur der mittelalterliche Bergfried wurde in das neue, spätrenaissancezeitliche Schloss integriert. Der Architekt des mächtigen, vierflügeligen Gebäudes mit seinen prominenten Ecktürmen war Georg Ridinger. Obwohl im Klassizismus einige Veränderungen vorgenommen wurden, und das Schloss im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, stellt es heute doch das beste Beispiel einer reinen Spätrenaissance-Architektur in Deutschland dar.

Obwohl es der Besucher kaum bemerkt, besichtigt er bei seinem Rundgang tatsächlich gleich drei Museen: die Staatsgemäldegalerie, die Ausstellungsräume der Staatlichen Verwaltung der Bayerischen Schlösser, Gärten und Seen und die des städtischen Museums. Die Bestände der Staatsgemäldegalerie stammen vor allem aus der ehemaligen Sammlung der Kurfürsten von Mainz, darunter die größte Sammlung an Gemälden von Lucas Cranach und seiner Schule. Die Ausstellung der Schlösserverwaltung zeigt originale Räume aus dem Klassizismus und der Zeit als bayerisches Königsschloss nach 1814, Gemälde von Aschaffenburg und seiner Umgebung und eine großartige Sammlung von Korkmodellen, die von Vater und Sohn May im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert geschaffen wurden. Diese Sammlung von Korkmodellen des antiken Rom ist außergewöhnlich, nicht nur wegen ihrer Größe, sondern als einzige vollständige Sammlung deutscher Korkmodelle die sich mit den gefeierten italienischen Vorbildern messen konnten.

Das städtische Museum widmet sich der Stadtgeschichte Aschaffenburgs und verfügt über eine große Sammlung hervorragender Fayencen, Steinzeuge und Porzellane und reiche Bestände an Zinn, Glas und Möbeln. Von besonderem Interesse ist die Sammlung an Dammer Steingut, einer Manufaktur bei Aschaffenburg, die im 19. Jahrhundert Ausformungen der berühmten Höchster Porzellanfiguren herstellte. Darüberhinaus verfügt das Museum über bedeutende Werke der klassischen Moderne, besonders von Ernst Ludwig Kirchner und Christian Schad. Die städtischen Museen betreuen auch die Staatliche Graphische Sammlung, das ehemalige Kupferstichkabinett der Kurfürsten von Mainz.

Im Schloss befindet sich auch die Hofbibliothek, die ehemalige Bibliothek der Erzbischöfe von Mainz und des Stiftes St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, mit äußerst wertvollen Handschriften. Hier finden gelegentlich kleine Sonderausstellungen statt, um Teile dieser Schätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Schlosskapelle enthält einen außergewöhnlichen Alabasteraltar, der von Hans Juncker zwischen 1609 und 1614 geschaffen wurde. Das Schloss wird von einem schönen Schlossgarten umgeben, mit dekorativen Gebäuden, wie dem Pompejanum, einer lebensechten Rekonstruktion einer römischen Villa aus Pompeji, die unter König Ludwig I. von Bayern im frühen 19. Jahrhundert erbaut wurde.

 

GENTILHAUS

Gentil House

Grünewaldstraße 20, Aschaffenburg, 63739, Germany

Phone +49 / (0)6021 / 38674 - 14

Fax +49 / (0)6021 / 38674 - 30

http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_04.php

Öffnungszeiten:

April-Oktober, nach Voranmeldung

Das Gentilhaus wurde 1922-1923 von Anton Gentil erbaut, einem Handwerker und Industriellen, der sowohl ein begeisterter Kunstsammler als auch Mäzen war. Das Haus wurde nach seinen eigenen Plänen in einem sehr persönlichen Stil errichtet. Er selbst und befreundete Künstler haben das Innere des Hauses gestaltet und reich ausgeschmückt. Das Haus war speziell für seine umfangreiche Sammlung gedacht, doch wohnte Anton Gentil in den letzten Jahren seines Lebens auch inmitten seiner Sammlung. 1951 kam das Haus mitsamt der Sammlung durch Erbschaft in den Besitz der Stadt Aschaffenburg. Es hat bis heute seinen sehr privaten und eigentümlichen Charakter behalten. Deshalb ist der Besuch auch auf Führungen von Gruppen bis maximal 10 Personen begrenzt. Führungen können bei den Museen der Stadt gebucht werden. Die Sammlung umfasst mittelalterliche Plastik, Malerei der Renaissance, Arbeiten von Künstlern, die von Anton Gentil gefördert wurden, Krippenfiguren, Kunsthandwerk (vor allem Steinzeug, Fayence und Glas) sowie ausgewählte ostasiatische Figuren. Einige Highlights aus der Sammlung mittelalterlicher Skulpturen sowie ein Gemälde der Cranach-Werkstatt sind im Stiftsmuseum ausgestellt.

 

NATURWISSENSCHAFTLICHES MUSEUM

Schönborner Hof, Wermbachstrasse 15, Aschaffenburg, 63739, Deutschland

Tel.: +49 / (0)6021 / 330 - 6223

Fax: +49 / (0)6021 / 38674 - 30

http://www.aschaffenburg.de/wDeutsch/tourismus/museum/museum_03.php

Öffnungszeiten:

Do-Di 09.00-12.00 und 13.00-16.00

Der Schönborner Hof wurde als Stadtresidenz der Familie Schönborn zwischen 1673 und 1678 erbaut. Die Familie spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte Aschaffenburgs, besonders während des 17. und 18. Jahrhunderts. Zwei Mitglieder der Familie wurden Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz, andere dienten als Vizedome des Mainzer Erzbischofs in Aschaffenburg. Die Bestände des Naturwissenschaftlichen Museums gehen auf die Sammlung der Königlich Bayerischen Forstakademie und bedeutende Privatsammlungen des 19. Jahrhunderts zurück. Herausragend ist die entomologische Sammlung, die auch eine der größten Wanzensammlungen beinhaltet. Von besonderem Interesse ist darüber hinaus vor allem die geologische und mineralogische Abteilung. Das Museum besitzt eine Reihe von Dioramen zur regionalen Umwelt. Im rechten Flügel des Gebäudes befindet sich das Stadt- und Stiftsarchiv, mit einer gutbestückten Bibliothek zur regionalen Geschichte und regelmäßigen Sonderausstellungen zu Aschaffenburger Themen.

 


  
design: Kai M. Wurm
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