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Das Archäologische Spessart-Projekt e.V. ist aus dem Bayerisch-Hessischen
Spessartprojekt hervorgegangen, einer Intitiative der regionalen Gebietskörperschaften,
die 1995 mit dem Spessartkongress in Bad Orb ihren Höhepunkt fand. In den
Jahren 1998 und 1999 beteiligte sich das Archäologische Spessart-Projekt
als einer von fünf Partnern in Skandinavien, dem Baltikum und Deutschland
an dem Projekt "Pathways to Cultural Landscapes", das vom Raphael
Programm der Europäischen Union gefördert wurde. Im Jahr 2000 entwickelte
das Archäologische Spessart-Projekt federführend mit 12 Partnern in
10 europäischen Ländern das Projekt "Pathways to Cultural Landscapes",
das für die Jahre 2001-2003 durch das Programm Culture 2000 der Europäischen
Union (Generaldirektion Bildung und Kultur) gefördert wird.
Das Archäologische Spessart-Projekt beschäftigt sich mit der Erforschung
und Vermittlung der Kulturlandschaft Spessart vom Neolithikum bis zur Gegenwart.
In enger Zusammenarbeit mit dem Senckenberg-Institut entsteht derzeit in der
Außenstelle für Mittelgebirgsforschung des Senckenberg-Instituts ein Modell
zur Entwicklung der Kulturlandschaft Spessart unter Berücksichtigung archäologischer,
historischer, geologischer, biologischer, forstkundlicher, wirtschaftsgeographischer
und volkskundlicher Daten unter dem Titel "Spessart-GIS". Gemeinsam
mit der Universität Frankfurt, Institut für Vor- und Frühgeschichte,
wird derzeit eine Standardkurve zur Dendrochronologie (Jahrringsdatierung) für
den Raum Spessart für alle wichtigen Baumarten erarbeitet. Wissenschaftliche
Arbeiten als Diplomarbeiten und Dissertationen wurden und werden in Zusammenarbeit
mit dem Archäologischen Spessart-Projekt an den Universitäten Würzburg,
Frankfurt, Mainz und der TU Berlin geschrieben. Daneben werden auch Facharbeiten
an Gymnasien in der Region betreut.
Zur Vermittlung der Kulturlandschaft Spessart an ein breites Publikum dienen
v.a. die Kulturrundwege, die in Zusammenarbeit mit örtlichen Geschichtsvereinen,
dem Spessartbund, den Denkmalämtern und Naturschutzbehörden, den Forstämtern
u.v.m. gestaltet werden und einzelne Themen in der Landschaft sichtbar machen:
etwa Verkehr und Transport in Frammersbach, Jagd der Wittelsbacher in Bischbrunn
oder Bergbau in Biebergemünd. Das Archäologische Spessart-Projekt
bemüht sich dabei, Perspektiven und Chancen für die natur- und kulturgerechte
Entwicklung der Landschaft aufzuzeigen, den Reichtum der Landschaft in ihrer
Vielgestaltigkeit und Geschichte einem breiten Publikum nahe zu bringen und
Interesse an der Kulturlandschaft Spessart bei Einheimischen wie Gästen
zu wecken. Dazu dienen auch Aktionen wie der "Kunst-Rasen", ein Projekt,
bei dem Künstler in Betrieben der Region mit den dort verarbeiteten Materialien
Kunstwerke schufen, die im Bezug zur Kulturlandschaft stehen und bisher am Jagdschloss
Rohrbrunn, dem Kurpark Bad Orb, dem Schlosspark Aschaffenburg und anlässlich
des Tags der Region in Gelnhausen gezeigt wurden.
Das Archäologische Spessart-Projekt wird von den Landeskreisen Aschaffenburg,
Main-Kinzig, Main-Spessart und Miltenberg sowie der kreisfreien Stadt Aschaffenburg
unterstützt. Neben Fördermitteln der EU werden die Projekte durch Sponsorengelder
aus der Wirtschaft, Beiträge der beteiligten Gemeinden und Spenden von Privatpersonen
finanziert. Ein großer Teil der Arbeit wird durch ehrenamtliche Helfer geleistet. weitere Informationen
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