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Das Untamala Projekt ist auf die nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft
ausgerichtet. Eines der wichtigsten Ziele ist die Verbesserung der Kommunikation
zwischen Wissenschaftlern, Planern und der Öffentlichkeit. Offensive Maßnahmen
zum Schutz der Landschaft, wie die Erhöhung der Sensibilität für
die Landschaft, v.a. bei Jugendlichen, stehen im Mittelpunkt. Zentrum dieses
Pilotprojekts ist Untamala, ein kleines Dorf im Bezirk Vakka-Suomi, an der Südwestküste
Finnlands. Vakka-Suomi ist eine ausgesprochene Kulturlandschaft, die seit 2000
Jahren von Kultivierung und Weidewirtschaft geprägt ist. Typisch für
die Landschaft sind die weiten, offenen Flächen, Holzhäuser und eine
stark differenzierte Natur. Um die Entwicklung dieser Landschaft sinnvoll zu
gestalten, ist es von vorrangiger Bedeutung zu verstehen, wie sich die Landschaft
entwickelt hat, welche Veränderungen stattgefunden haben und welche Teile
eines besonderen Schutzes bedürfen. Dafür ist eine umfassende Erforschung
des kulturellen Umfelds, der Landschaft und ihrer Geschichte erforderlich. Nach
Abschluss der Forschungsarbeiten erstellt das Nationale Denkmalamt eine
Wanderausstellung für lokale Schulen und Bibliotheken. Daneben wird ein
Buch über die Kulturlandschaft von Vakka-Suomi publiziert, das sowohl für
den Unterricht an Schulen als auch für die Bevölkerung gedacht ist.
Eine Reihe von Seminaren für Landbesitzer, Landnutzer und Planer wird veranstaltet.
Ebenso wichtig ist es, historische Denkmäler für Schüler, interessierte
Laien und Touristen zugänglich und verständlich zu machen. Dafür
werden Flyer, ausgewiesene Wege und Informationsschilder erstellt. Einige der
Denkmäler bedürfen auch der Pflege.
Forschung
Eine solide Grundlage für alle umweltbezogenen Forschungen stellen die
reichen Quellenmaterialien früher Katasterkarten dar. Neben historischen
Karten helfen aber auch moderne, topographische Karten bei der Darstellung des
Wandels der Landschaft. Viele Informationen über einzelne Denkmäler
und Strukturen sind schon vorhanden, und werden nun in eine Datenbank übertragen.
Diese Daten fließen in ein GIS (Computergestützte Geographische Informationssysteme)
ein.
Vermittlung
Zum Verständnis der Kulturlandschaft tragen sowohl physische wie virtuelle
Wege bei. Es ist wesentlich einfacher, eine Landschaft zu schützen, an
der die Menschen interessiert sind. Um die Menschen zu interessieren, müssen
sie Informationen und Erfahrungen sammeln können. Zur Wissensvermittlung dienen
Bücher, Ausstellungen und Internetauftritte. Um die Landschaft emotional
erfahren zu können, sind gut ausgeschilderte und unterhaltene Wege notwendig.
Die Nationale Denkmalbehörde möchte Untamala als Beispiel für
einen reaktiven Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Landschaft nutzen.
Dazu müssen Informationen über die aktuelle Landschaft und Richtlinien
für eine zukünftige Landnutzung durch die lokale Bevölkerung bereitgestellt
werden.
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Project team: National Board of Antiquities
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